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Bekleben verboten! – Und doch da kleben sie, die immer weiter wachsenden Mengen von Stickern, Paper-Cut-Outs und anderen Arbeiten.
Street Art ist in den letzten Jahren zunehmend Thema.
Diskussionen um Illegalität, der innerszenische Ethos der Nicht-Kommerzialisierung und die Auseinandersetzung um die (Wieder-) Eroberung des öffentlichen Raumes sind fast ebenso alt wie Street Art selbst.
Dennoch oder gerade deshalb wirft ROLLING URBS 72 den Blick auf das Thema und beleuchtet es von einer bislang kaum betrachteten Seite: Die Wirkung von Street Art in der Öffentlichkeit.
Welchen Effekt entfalten die als Projektionsflächen avancierten Wände auf die Umgebung, das Viertel oder die Stadt? An welchen Orten tritt die meiste Aktivität auf und warum? Welche Wechselwirkungen zwischen Kunst und Stadt bestehen?
Kann die Kunstform neue Perspektiven auf den Umgang mit schrumpfenden Städten eröffnen?
Abseits einseitiger Stigmatisierung als illegales Ärgernis oder die Befreiung des öffentlichen Raumes wollen wir Platz für Diskurs schaffen.
Wir eröffnen den trilateralen Dialog zwischen Deutschland, Rumänien und Polen. Neben wissenschaftlicher Analyse steht die Wissensgenerierung in gemeinschaftlicher Aktivität im Vordergrund.
ROLLING URBS 72
Street Art urban denken.
ROLLING: steht sinnbildlich für die Rolltechnik zum Auftragen der Motive an Fassaden
URBS: bedeutet Stadt, als Lebens- und Interaktionsraum
1972: Entstehungsjahr der Europahymne (Ode „An die Freude“) als Ausdrucksmittel der Einheit Europas: Mit hohem Pathos beschreibt
die Ode das Ideal einer Gesellschaft von gleichberechtigten Menschen, die durch das Band der Freude und der Freundschaft
verbunden sind